Reedereien meiden auch 2017 die Türkei

Der malerische Hafen von Antalya in der Türkei. Foto: TUI Cruises
Der malerische Hafen von Antalya in der Türkei. Foto: TUI Cruises

Türkei im Brennpunkt

(al) Immer mehr Reedereien kündigen an, auch 2017 die Häfen der Türkei nicht anzulaufen. Sie reagieren damit auf die immer noch unübersichtliche Sicherheitslage nach dem Militärputsch Mitte Juli 2016 und mehreren Terroranschlägen.

Nach dem Putschversuch gegen Erdogan und gleich mehreren Terrorattacken in verschiedenen Städten zogen gleich mehrere Reedereien 2016 ihre Schiffe ab. AIDA, TUI Cruises, Costa Kreuzfahrten, Oceania Cruises, Royal Caribbean, Norwegian Cruise Line, Regent Seven Seas und die Holland America Line reagierten kurzfristig und routeten ihre Schiffe zumeist in Richtung Griechenland um.

AIDA hatte bereits im August 2016 die für 2017 geplanten Kreuzfahrten mit Häfen in der Türkei aus dem Buchungsystem genommen. Die AIDAaura sollte eigentlich regelmäßig ab Antalya starten. Nun kündigten Cunard Line und P & O Cruises an, ebenfalls alle Türkeianläufe für das kommende Jahr aus dem Programm zu nehmen. Die britischen Reedereien Cunard und P & O Cruises nennen als Grund eine durch das Außenministerium von Großbritannien ausgesprochende Teil-Reisewarnung für die Türkei.

Einen Schritt weiter geht MSC: Sie hatten bereits im April mitgeteilt die Türkei 2017 nicht anzufahren. Die Reederei plant nun auch 2018 nicht mit der Türkei. „Die geopolitische Situation ist nicht so, dass wir es für richtig halten, dorthin zu fahren“, sagte MSC-Deutschland-Geschäftsführer Michael Zengerle am Donnerstag bei einem Telefongespräch. „Wir beobachten die Situation ganz genau. Sollte sich die Lage stabilisieren, können wir schnell reagieren.“

Ein für Reedereien übliches Vorgehen. Sie sind durch die Beweglichkeit der Schiffe nicht fest an eine Destination gebunden und können so schnell auf mögliche Gefahren und Krisen reagieren.

Die letzten Türkei-Reisen und neue Ziele

Bei TUI Cruises sind die Reisen in die Türkei für 2017 noch buchbar. Gleich mehrere Reisen ins östliche Mittelmeer starten ab Antalya und laufen zusätzlich die Häfen von Kusadasi und Marmaris an. Ebenfalls an der Türkei hält die griechische Reederei Celestyal Cruises fest.

Cunard fährt statt den türkischen Häfen in 2017 Ziele in Griechenland und in Albanien an. Die britische Reederei hat sich in Albanien für den Hafen von Saranda entschieden. Ein echter Geheimtipp, hier liegt einer der beliebtesten Badestände am Ionischen Meer. Auch kulturell hat die kleine Stadt in der Region Vlora einiges zu bieten. Nur rund 15 Kilometer entfernt, südlich der Stadt, liegen die antiken Ruinen von Butrint, sie sind seit 1992 Unesco-Weltkulturerbe.

Nicole Deutzmann-Asmussen
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